06.12.2011

Die AFK-Geothermie GmbH investiert weiter in den Fernwärmenetzausbau und das Glasfasernetz steht bald zur Verfügung

Beeindruckende Zahlen präsentierte Thomas Fröhlich, Geschäftsführer der AFK Geothermie GmbH, bei der Informationssitzung für die Gemeinderäte aus Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim: In den drei Gesellschaftergemeinden mit ihren Ortsteilen wurden bis jetzt 40 km Fernwärmeleitungen verlegt. Die Kundenanschlussleistung beträgt 24.245 Kilowatt (kW). Das entspricht umgerechnet dem Bedarf von rund 1.616 Einfamilienhäusern mit 15 kW Anschlussleistung. Beliefert werden  Privathaushalte und Gewerbebetriebe. Dazu gehören auch größere Abnehmer, die einen Vertrag für mehrere Wohnungen bzw. Geschäftsräume abgeschlossen haben. Bislang wurden 827 Wärmelieferverträge (davon 208 Optionsverträge für einen späteren Anschluss) abgeschlossen. Mit dem Wärmeverkauf wurden bereits 2,1 Mio. € Einnahmen erzielt. Jährlich werden mit der Geothermie-Versorgung 6.400 Tonnen CO2 eingespart.

 

„Mehr als positiv ist die Darlehensentwicklung“, erklärte Thomas Fröhlich. So habe man bereits über 7,88 Mio. € Darlehenszuschüsse erhalten. Von den über KfW-Förderprogramme aufgenommenen 25 Mio. € betrage der aktuelle Darlehensstand nurmehr 17 Mio. €. Die Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim beteiligen sich mit Bürgschaften zu jeweils 26,67 % (gut 4,563 Mio. € pro Gemeinde), die AFK zu 20 % (gut 3,422 Mio. €). „Damit liegen die Bürgschaftsanteile weit unter den ursprünglich geplanten 8 Mio. € pro Gemeinde“, so Thomas Fröhlich.

 

Investiert wird auch 2012 mit einer Darlehensaufnahme von 7 Mio. €: So will die AFK Geothermie GmbH das Fernwärmenetz in Aschheim, Dornach, Feldkirchen, Kirchheim und Heimstetten weiter ausbauen und hierfür 9 km Leitungen verlegen. Um die Fördermenge von derzeit 75 auf 85 l/sek zu erhöhen, soll eine neue Tauchkreiselpumpe angeschafft werden. 2012 sollen die Planungen zur Optimierung der Wärmepumpentechnik beginnen, damit ab 2014 in Spitzenverbrauchszeiten noch weniger mit Öl zugeheizt werden muss (derzeit 3,4 % Öl). Aus den Reihen der Aschheimer Gemeinderäte wurde eine Optimierung vor 2014 gewünscht. Dies aber hänge laut Thomas Fröhlich von der Dauer der Genehmigungs- und Darlehensbewilligungen ab. Diese Prozesse haben sich trotz der vom Bund beschlossenen Energiewende nicht beschleunigt. „Wenn uns die Realisierung bis Anfang 2014 gelingt, haben wir ein großes Ziel erreicht“, stand für den AFK-Aufsichtsratsvorsitzenden und Aschheimer Bürgermeister Helmut J. Englmann fest. 

 

2012 wird auch das Glasfasernetz weiter verlegt und über Netzpartner sollen die Internetdienste angeboten werden. Nach einer europaweiten Ausschreibung hatte heuer das Unterföhringer Unternehmen „Kabel & Medien Service“ (KMS) den Zuschlag als Netzbetreiber erhalten. Matthias Theissen von der KMS stellte bei der Sitzung die Angebote vor: Zur Wahl stehen für einen Preis ab 29,95 € drei verschiedene Internetgeschwindigkeiten. Mit Aufpreisen von jeweils 5 € können eine Telefon-Flatrate bzw. ein TV-Paket mit 520 Fernsehprogrammen dazu gebucht werden. Zur Verfügung gestellt wird der Glasfaseranschluss nur Bürgern mit einem Vertrag für einen AFK-Geothermieanschluss. Laut Thomas Fröhlich gibt es in Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim sechs Kommunikationsstationen, von denen die Haushalte mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden können. Wer 2009 einen AFK-Vertrag abgeschlossen hat, bekommt das schnelle Internet (bis zu 100 Mbit/sec) noch heuer. Für Verträge, die 2010/11 geschlossen wurden, soll der Glasfaseranschluss spätestens im Frühsommer 2012 zur Verfügung stehen.            

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