26.01.2012

Informationssitzung der AFK-Geothermie GmbH: Investorsuche für ein Thermalbad soll Möglichkeiten aufzeigen

Eine Bäder-Frage stand bei der Informationssitzung der AFK-Geothermie GmbH für die Gemeinderäte der drei Gesellschaftergemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim im Mittelpunkt. Die Aschheimer CSU-Fraktion hatte sich per Antrag ein Bewegungsbad für therapeutische Zwecke gewünscht. Die Kirchheimer SPD hatte ein Hallenbad beantragt. Für beide Bäder könnte das von der AFK-Geothermie GmbH zu Tage geförderte Thermalwasser genutzt werden, denn dieses wurde dank seines Schwefel- und Fluoridgehalts 2009 durch ein Gutachten der Technischen Universität München als Heilwasser anerkannt. Allerdings wäre für die Errichtung und den Betrieb eines Thermal-Bades ein gesondertes Genehmigungsverfahren beim Bergamt Südbayern der Regierung von Oberbayern nötig.

„Ein Bad ist etwas Tolles und würde allen steuerzahlenden Bürgern zugute kommen, aber die Frage ist auch: Können wir es uns auch leisten“, sagte der Aschheimer Bürgermeister und AFK-Aufsichtsratsvorsitzende Helmut J. Englmann. Dabei müssten nicht nur die Baukosten von etwa 0,9 Mio. € berücksichtigt werden, sondern auch der laufende Unterhalt. Ein Hallenbad-Bau käme auf eine zweistellige Millionensumme. Errichtet werden könnte das Bewegungsbad am AFK-Standort in Richtung A 99.  

Mit Blick auf die demografische Entwicklung sprach sich der Aschheimer Gemeinderat Dr. Hansjosef Friedrich (CSU) für ein Bewegungsbad aus, von dem vor allem die immer älter werdende Bevölkerung profitieren könne. Der Kirchheimer Gemeinderat Marcel Prohaska (SPD) erinnerte daran, dass auch bei einem therapeutischen Bewegungsbad, in dem beispielsweise Wassergymnastik angeboten würde, ebenfalls laufende Kosten für z. B. Einlasspersonal, Duschen, Umkleiden etc. entstehen würden. Deshalb hielt er ein Hallenbad, das auch von Schwimmern genutzt werden könnte, für sinnvoller. Aus Feldkirchen kam von Gemeinderätin Verena Claudi (SPD) der Hinweis, dass das Bewegungsbad angesichts von rund 25.000 Einwohnern in drei Gemeinden zu klein sein könnte und ihr Kollege Werner Schamberger (CSU) erinnerte daran, dass die AFK den Auftrag habe, Wärme zu liefern und nicht dafür zuständig sei, sich über die Planung und Finanzierung von Bädern Gedanken zu machen. Hierfür müsse ein Zweckverband gegründet werden. Auch der AFK-Geschäftsführer Thomas Fröhlich wies auf die Kernaufgabe der AFK-Geothermie GmbH als Wärmelieferant hin und erklärte, dass die Beschlüsse für oder gegen ein Bad von den drei Gemeinderäten gefasst werden müssten. Zudem müsse laut Thomas Fröhlich die Finanzierung eines Bades gesichert sein.

Letztlich folgten die drei Gemeinderatsgremien einer Empfehlung des Kirchheimer Bürgermeisters Heinz Hilger: „Warum gibt man nicht beide Vorschläge auf den Markt raus und schaut, was eventuell angeboten wird? Wir sollten das versuchen.“ Für die Suche nach einem eventuellen privaten Investor soll der Aufsichtsrat nun die AFK-Geothermie GmbH beauftragen, eine entsprechende Ausschreibung zu verfassen.         

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