12.09.2013

Delegation aus China zu Gast bei der AFK-Geothermie GmbH


Die AFK-Geothermie GmbH in Aschheim bekam Besuch aus China: Zehn Fachleute aus der zentralchinesischen Stadt Chongqing erkundeten die Energiezentrale und ließen sich von Thomas Fröhlich (Foto 3.v.r.), Geschäftsführer der AFK-Geothermie GmbH, rund ums Thema Geothermie informieren.

 

Im Rahmen einer Studienreise der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erfuhren die Gäste wie das erste interkommunale Geothermieprojekt Deutschlands 2005 von den drei Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim angepackt wurde und in die 2008 gegründete AFK Geothermie GmbH mündete. AFK-Geschäftsführer Thomas Fröhlich konnte mit beeindruckenden Zahlen aufwarten: Insgesamt wurden von den drei Kommunen 75 Millionen Euro investiert, innerhalb von fünf Jahren wurden 57 Kilometer Fernwärmeleitungen verlegt, für rund 7 Millionen Euro entstand die AFK-Energiezentrale und mit rund 44 MW Kundenanschlussleistung sind derzeit rund 60 % des Anschlusspotenzials unter Vertrag. In allen drei Gemeinden sollen auch weiterhin Kunden, zu denen Privatleute, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen zählen, an die Erdwärmeversorgung der AFK angeschlossen werden. Derzeit sind etwa 800 Wärmeübergabestationen für große und kleine Abnehmer in Betrieb.

 

Viele Fragen hatten die chinesischen Besucher mitgebracht. Das äußerst rege Interesse reichte von den geologischen Voraussetzungen und der Heilwasser-Qualität des Thermalwassers über die Technologien bis hin zur Realisierung und Finanzierung eines Geothermieprojektes. Erläutert wurden auch die guten Gründe für das interkommunale Geothermieprojekt: Umweltschutz, Unabhängigkeit von endlichen Öl- und Gasressourcen sowie von den Energiekonzernen, die regionale Wertschöpfung und stablie Preise für den Kunden, seien laut Thomas Fröhlich die Beweggründe für die Realisierung des Geothermieprojektes gewesen. 

 

Neben der AFK-Geothermie GmbH besuchen die Delegationsmitglieder im Rahmen des Programms „Energiepolitik und Energieeffizienz“ bei ihrer fünftägigen Studienreise Energieversorgungsunternehmen und Energiedienstleister in Nürnberg, Eschborn, Frankfurt, Karlsruhe, Heidelberg und Ludwigshafen.

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