08.10.2013

Die Energiezentrale der AFK-Geothermie GmbH wird mit einer Mittellastanlage erweitert

Die drei Gemeinderatsgremien von Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim haben über die geplante Erweiterung der AFK-Energiezentrale um eine Mittellastanlage beraten und sich der Entscheidung des Aufsichtsrates für eine solche Erweiterung angeschlossen. „Damit kann der Ausbau des Fernwärmenetzes und der Anschluss weiterer Kunden in den drei Gemeinden auch in den nächsten Jahren weitergehen“, freute sich Thomas Fröhlich, Geschäftsführer der AFK-Geothermie GmbH.

 

Realisiert werden soll die Mittellastanlage 2014/2015 mit

 

·           einem erdgasbetriebenen, Blockheizkraftwerk (BHKW)
        (mit ca. 800 kW-elektrischer Leistung)

 

zur Deckung von rund 50 % des Eigenstrombedarfes, wobei die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme des BHKW´s in das Fernwärmenetz eingespeist wird.

 

·           und einer mit Erdgas direkt befeuerten Absorptionswärmepumpe (AWP)
        (mit ca. 5.000 kW-Leistung)

 

Derzeit wird das das Thermalwasser aus 2.700 Meter Tiefe mit 85,7 Grad Celsius aus der Förderbohrung gewonnen. Über zwei Titanplattenwärmeüberträger gibt das Thermalwasser seine Energie an das Fernwärmewasser ab. Mit rund 57 Grad Celsius wird das abgekühlte Thermalwasser über die Reinjektionsbohrung wieder in den Untergrund geleitet.

 

Mittels der Absorptionswärmepumpe wird dem bereits abgekühlten Thermalwasser weitere Energie entzogen, so dass zusätzliche Wärme in das Fernwärmenetz eingespeist werden kann.

 

Für den Betrieb der Mittellastanlage wird eine Erdgasleitung zur Energiezentrale verlegt.

 

Die Kosten für die Erweiterung werden insgesamt rund 3,6 Millionen Euro betragen.

 

Für den weiteren Ausbau der Energiezentrale ab dem Jahr 2015 wird in den Gremien auf Grundlage der dann herrschenden Rahmenbedingungen (z.B. Förderprogramme, Zinsentwicklung) beraten und entschieden, ob in weitere Absorptionswärmepumpen oder in weitere Tiefenbohrungen investiert wird.

 

Das Interesse an der Geothermie ist nach wie vor ungebrochen: Bereits jetzt hat sich die 2008 gegründete AFK-Geothermie GmbH in den drei Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim einen Marktanteil von 60 % im bestehenden rund 62 Kilometer langen Fernwärmenetz vertraglich gesichert. „Das ist für ein junges Unternehmen wie die AFK ein sehr gutes Ergebnis“, so Thomas Fröhlich. Mit der neuen Mittellastanlage kann die Erfolgsgeschichte des deutschlandweit ersten interkommunalen Geothermieprojektes fortgeschrieben werden.

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